Dem Löwen auf den Pelz steigen…

…kann man am besten wenn der Löwe liegt. Also ging es heute ins Böhmische Mittelgebirge auf den Bořeň. Wir starteten bequem vom Sanatorium Bilina aus, wo man das Auto gleich am Bahnübergang abstellen konnte. Immer dem grünen Wanderweg folgend gelangten wir an den Fuß des Bořeň. Ab da wurde es mit jedem Höhenmeter sportlicher.
Das Wetter war zum Wandern nahezu ideal. Bedeckt und trocken bei einem leicht kühlen Wind trieb es uns trotzdem den Schweiß auf die Stirn und die Puste gewann immer mehr die akustische Oberhand.
Nur ab und an begegneten uns Wanderer, welche fast ausnahmslos sehr freundlich grüßten und auch für manchen Scherz ob unserer Hunde zu haben waren. Leider ist uns die tschechische Sprache derzeit nur rudimentär geläufig und daher sind die Kommunikationsversuche eher von freundschaftlich-symbolischer Natur. Was uns immer wieder sehr positiv auffällt ist, dass selbst Kinder wie selbstverständlich grüßen. Diese Verhaltensweisen sind es, welche wir in Deutschland leider auch bei Erwachsenen zunehmend seltener Beobachten.
Im oberen Abschnitt des Aufstieges konnten wir bereits erahnen, warum der Berg aus Phonolith eine große Anziehung auf Wanderer und Kletterer aus nah und fern ausübt.
Immer häufiger wechselten sich imposante Aussichten mit urwüchsigen Wegabschnitten ab bis endlich der Gipfel erreicht war.
Die wegen des etwas trüben Wetters mangelnde Fernsicht nahm nur wenig von der faszinierenden Kulisse des Rundumblickes weg.
Hier oben kann man herrlich die Zeit vergessen und sich den Eindrücken ergeben.
Die Hunde waren froh, die Pause zum Ausruhen nutzen zu können. Auch ihnen hat der Aufstieg Energie gekostet.
Nach einer Zeit der Rast und des Genießens ging es an den Rückweg, welchen wir nutzten, um die interessante Pflanzenwelt des Gebietes zur frühen Jahreszeit erahnen zu können.
Die steileren Passagen des Abstieges gingen nochmal ganz schön in die Beine und die steinigen Wegabschnitte machten das Gehen nicht weniger anspruchsvoll.
Nach 8 km und 4 Stunden später mit reichlich Pausen hatten wir froh und mit zwei ausgearbeiteten Hunden den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreicht.

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  • Tourlänge: cirka 7-8 km
  • Tourdauer: cirka 4 Stunden mit Pausen an Aussichten und auf dem Gipfel
  • Höhenunterschied: cirka 340m
  • Schwierigkeit: mittel (Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit)

Diese Tour ist geeignet für:

  • Leinentraining
  • Geländeführigkeit
  • Trittsicherheit beim Führen
  • ruhiges Gehen und Lenken des Hundes
  • Training der Begegnungsarbeit auf schmalen Wegen