Menu

Was beeinflusst uns beim Training mit unserem Hund

Was beeinflusst uns beim Training mit unserem Hund?

„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du Dich umgibst.“

Dieses bekannte Zitat von Jim Rohn wird häufig im Kontext von persönlicher Entwicklung verwendet. Gilt dieser Gedanke nur für Menschen? Wir glauben, man kann diese Beobachtung auch auf das Zusammenleben mit unserem Hund anweden.

Denn beim Hundetraining geht es nicht nur um Technik, Kommandos oder Methoden. Vielmehr wird unser Umgang mit dem und die Sichtweise auf den Hund von zahlreichen äußeren Einflüssen geprägt. Von Menschen und deren Meinungen, Erfahrungen und unseren Emotionen. All das wirkt sich darauf aus, wie wir mit unserem Hund arbeiten, bewusst oder unbewusst.

Unser Umfeld prägt unser Training

Wenn wir anfangen mit unserem Hund zu trainieren stehen wir plötzlich vor einer Wand voller Meinungen:

  • Freunde geben Tipps
  • Familienmitglieder beeinflussen uns
  • Hundehalter im Park wissen angeblich wie es richtig geht
  • Social Media zeigt uns perfekte Hunde mit noch perfekteren Hundehaltern
  • auf allen Ebenen sind wir plötzlich von unfehlbaren Hundetrainern umgeben
  • die Zahl der propagierten Trainingsphilosophien nimmt uns fast den Mut überhaupt noch das Haus zu verlassen

All diese Stimmen beeinflussen uns stärker als wir glauben.

Wir beginnen Methoden zu vergleichen, zweifeln an unserem Weg oder probieren ständig neue Dinge aus.

Das Problem dabei:
Unser Hund gerät durch uns in eine Mühle, welche zerstörerisch ist.

Hunde reagieren auf unsere innere Haltung

Hunde sind Meister darin, unsere Körpersprache, Stimmung und Klarheit wahrzunehmen. Wenn wir selbst unsicher sind, widersprüchliche Signale geben oder ständig die Strategie wechseln, wird auch unser Hund unsicher und Missverständnisse und Probleme häufen sich eher, statt dass sie abnehmen.

Konsequenz, Ruhe und Klarheit entstehen jedoch nur, wenn wir selbst überzeugt von unserem Weg sind.

Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht informierend weiterentwickeln können, im Gegenteil. Aber unser Lernprozess sollte bewusst und reflektiert stattfinden und er sollte einem verlässlichen Faden folgen.

Die fünf Menschen in Deinem Hundetraining

Übertrage das Prinzip „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen um Dich herum“ einmal auf Dein Hundetraining.

Frage Dich:

  • Mit welchen positiv wirkenden Hundehaltern verbringe ich die meiste Zeit?
  • Welche Trainer beeinflussen meine Sicht auf Hunde nachhaltig?
  • Welche Inhalte konsumiere ich regelmäßig online? Verstehe ich diese Inhalte wirklich oder ahme ich nur nach? Kann ich einschätzen, ob diese Inhalte nachhaltig sind oder suche ich nur den schnellen Ausweg?
  • Wer oder was bestärkt mich und wer oder was verunsichert mich?

Diese Einflüsse formen unser Verhalten im Training. Sie bestimmen, ob wir geduldig bleiben, schnell frustriert sind oder konsequent an unserem Weg festhalten.

Qualität statt Lautstärke

Gerade im Hundetraining gilt: Die lautesten Meinungen sind nicht automatisch die besten.

Ein guter Einfluss zeichnet sich dadurch aus, dass er:

  • Dich lernend verstärkt statt verunsichert
  • Dir Wissen vermittelt statt Druck aufzubauen
  • Deinen Hund als Individuum betrachtet
  • Dich zum Nachdenken anregt, statt einfache Patentlösungen zu versprechen

Solche Menschen helfen Dir, Deinen eigenen Weg im Training zu finden.

Dein Hund braucht keinen perfekten Trainer

Viele Hundehalter setzen sich selbst enorm unter Druck. Sie wollen alles richtig machen, jede Methode kennen und möglichst schnell Fortschritte sehen.

Doch Dein Hund braucht vor allem eines, einen Menschen der verlässlich ist.

Du brauchst dazu Wissen und ganz wichtig: Erfahrung.

Ein guter Trainer wird Dich nicht nur mit Wissen versorgen. Ein guter Trainer lässt Dich im Training kontrolliert eigene Erfahrungen sammeln und bespricht diese mit Dir.

Fehler gehören zum Training dazu. Wichtig ist nicht Perfektion, sondern Beziehung, Geduld und Lernbereitschaft.

Werde zum positiven Einfluss für deinen Hund

Für unseren Hund sind wir selbst einer der wichtigsten Einflüsse überhaupt.

Unsere Stimmung, unsere Geduld, unsere Konsequenz und unsere Einstellung zum Training prägen den Alltag unseres Hundes.

Deshalb ist es essentiell nicht nur am Verhalten des Hundes zu arbeiten, sondern auch an unserer eigenen Sicht auf die Dinge.

Erfolgreiches Hundetraining entsteht nicht nur durch die richtige Methode, sondern durch die richtigen Einflüsse.

Achte bewusst darauf, mit welchen Menschen Du Dich umgibst, welchen Ratschlägen Du folgst und welche Haltung Du selbst ins Training bringst.

Denn immer gilt:
Das Umfeld formt Verhalten.
Und Dein Hund lernt jeden Tag – von Dir.

error: Content is protected! -- Inhalt ist geschuetzt!