Gehe mit Deinem Hund durch die kalte Stille des Winters und spüre, daß ihm weder der eisige Wind noch die unendliche Ruhe der Einsamkeit etwas ausmachen.
Einsamkeit, wahrscheinlich die größte Herausforderung im Leben eines jeden Menschen.
Einsamkeit, die völlige Abwesenheit von Ablenkung, von sozialer Interaktion, von äußeren Emotionen, von Kommunikation und von Austausch.
Einsamkeit ist die ultimative Prüfung mit der unvermeidlichen Tatsache, daß nur der jetzige Moment real ist. Einsamkeit ist der unausweichliche Vorgang sich darauf einzulassen den jetzigen Moment als das anzunehmen was er ist, als einzig realer Zustand des Lebens, der unendlichen Aufmerksamkeit im völligen Bewußtsein des „Hier und Jetzt“ zu sein, während der halluzinierende Denker in uns schweigt.
Sind wir bereit für diese Prüfung? Diese Frage stellt sich nicht, da der Zustand der Einsamkeit sich genau dann im Leben einstellt, wenn wir es am dringendsten benötigen, um uns weiterentwickeln zu können.
Es geht nicht um Bereitschaft. Es geht um das Annehmen des Unvermeidlichen.
Nicht der Komfort der Gesellschaft, nicht der illusorische Reichtum an Kommunikation, nicht der Lärm der Emotionen um uns herum machen uns bewußt und stark. Nein, das werden die ewigen Drogen des Denkers bleiben. Stärke kommt vom Loslassen können, kommt von der Akzeptanz des Ist, kommt von der Aufgabe jedweden Widerstandes.
Annehmen dessen was Ist.
Nein, es ist die Stille des jetzigen Moments, der eisige Wind, die kalte Stille weitab von jeder Störung der Gesellschaft, einer Gesellschaft, welche uns aus dem inneren Gleichgewicht ziehen möchte, die Stille der Abwesenheit aller Konditionierungen ist es, welche uns dazu bringt den Denker zum Schweigen zu bringen und voller Bewusstheit im Jetzt zu sein und zu spüren, daß Glück nichts benötigt außer uns selbst.
Gehe mit Deinem Hund in die kalte Stille des Winters und lass ihn Dein Lehrer sein…
